Erste Hilfe Maßnahmen bei Katzen

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Verzeichnis:

1. Um die Gesundheit der Katzen zu gewährleisten, ist eine gesunde und vitaminreiche Ernährung wichtig. Man sollte nicht unbedingt auf die Billigprodukte im Discount zurückgreifen, sondern hochwertige Nahrung kaufen. Die Katze wird es zu schätzen wissen. Wir Menschen essen ja auch nicht das billigste vom Billigen.

2. Der regelmäßige Gang zum Tierarzt gehört auch zum Wohlbefinden der Katze. Wichtig sind sie Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen. Eine jährliche Wurmkur ist auch zu empfehlen. Auch Katzen, die im Haus leben, sind nicht vor Infektionen geschützt. Die Erreger werden mit unseren Schuhen in die Wohnung getragen und können die Katze infizieren.

3. Bei freilaufenden Katzen sollte man die Tiere in den Sommermonaten regelmäßig auf Zecken untersuchen. Wer die Zecken nicht selbst entfernen kann, sollte einen Tierarzt aufsuchen. Meine Katzen fangen sich regelmäßig Zecken ein. Ich nehme dann eine Zange, die ich beim Tierarzt bekommen habe, und befreie die Katzen von den Parasiten.

4. Wenn Deine Katze ab und zu mal erbricht, ist das normal. Sie würgt dann den Haarballen aus, der sich durch das Putzen gebildet hat. Sollte die Katze aber öfters erbrechen, ist das ein Warnsignal. Hier können verschiedene Ursachen vorliegen: Unverträglichkeit des Futters, Darmverschluss durch Trockenfutter, Nierenversagen oder eine Entzündung der Magenschleimhaut. Du solltest dann einen Tierarzt aufsuchen.

 

Physiologische Werte der Katze

 

Atmung:

Atemzüge in der Minute: 20 - 40

Temperatur:

 38,0 - 39,3 °C Welpe bis 39,5 °C

Herzschlag, Puls:

80 - 140 Schläge in der Minute

Sexualzyklus: Geschlechtsreif:

5 - 7 Mon. Zuchtreife: 12 Mon

mehrmals im Jahr deckbereit Trächtigkeitsdauer ca. 60 Tage Laktationsdauer ca. 4 - 6 Wochen

 

Bei der Ersten Hilfe geht es darum Maßnahmen zu treffen, die eine Verschlimmerung des Leidens verhindern sollen, diese Handgriffe stellen eine Überbrückung bis zur tierärztlichen Behandlung dar!

 

Eine der wichtigsten Maßnahmen der ersten Hilfe ist das ABCD der Wiederbelebung:

A = Freihalten der Atemwege (z. B. Erbrochenes entfernen)

B = Beatmung (beim Hund und der Katze über die Schnauze möglich)

C = Behandlung des Zirkulationsapparates (Zirkulation)

D = Medikamentöse Behandlung (Drug)

C und D führt der Tierarzt durch

Verunfallte Tiere

Wichtigster Punkt ist die Schockbekämpfung, ein Tier im Schock greift sich überall kalt an

Maßnahmen:

Das Tier warm halten; z. B. in eine Decke einwickeln, oder kleine zahme Tiere im Arm halten.

BITTE NICHT INS MAUL GREIFEN, denn die Tiere haben Schmerzen und beißen aus Reflex zu!

 

Die Tiere für den Transport Fertigmachen:

Katzen gibt man in eine Sporttasche mit Zippverschluss oder in Plastik Transportkäfig (Deckel abnehmbar. Bitte verwenden Sie keine Weidenkörbe, die vorne zum öffnen sind, die Tiere haben Angst und man kann sie schlecht aus dem kleinen Loch herausnehmen.

Offene Wunden

a) Blutende Wunden:
 

Maßnahme:

Fertigen Sie einen Lockeren Notverband mit einem sauberen Stofftaschentuch an, Sie können dazu auch Verbandsmaterial ( z.B. Tupfer) aus der Autoapotheke oder der Hausapotheke verwenden. Verwenden Sie keine Papiertaschentücher, weil die fusseln und sich auflösen. Verwenden Sie auch keine Pflaster, diese führen zu Unverträglichkeitsreaktionen.

Wundsalben:

Mirfulansalbe, Vitamerfen, Bepanthen Zur Desinfektion: Wasserstoffsuperoxyd, Alkohol, Merfen

b) Bissverletzung oder Stacheldrahtzaunverletzung

Oft sehen diese beiden ähnlich aus.

Maßnahme:

Beispiel Marderbiss im Wald und der Besitzer ist dabei, er kann die Stelle mit Coca Cola auswaschen (tötet Tollwutvirus ab).

c) eiternde Wunde:

Setzen sie bitte bei diesen Wunden keine eigenen Maßnahmen, sondern gehen Sie noch am selben Tag zum Tierarzt.

Verbrennungen

 

Maßnahmen:

Ursache der Verbrennung bekämpfen, das Tier brennt: Mit einer Decke das Feuer bekämpfen, kein Wasser benützen.

Aludecke aus der Autoapotheke zum drauflegen verwenden. Bitte keine Wundsalben auf Verbrennungen geben.

 

Insektenstich

a) Bei einem Insektenstich in die Mundhöhle bzw. in die Zunge suchen sie sofort den Tierarzt auf, es besteht akute Erstickungsgefahr (Schwellung).

b) Bei einem Insektenstich auf die Hautoberfläche:

Maßnahme:

- Kühlen der Einstichstelle mit kalten Umschläge
- auch kalter Joghurt oder Quark sollen in diesem Fall für Linderung sorgen
- als homöopathisches Mittel wird Apis mellifica empfohlen. Zur Potenz  und zur Dosierung befragt ihr aber bitte euren Tierarzt oder  Tierheilpraktiker.
- in kaltes Essigwasser getränkten Wattebausch auf die betroffene Stelle legen
 

Zeckenbefall

 

Maßnahme:

Zecken werden nicht raus gedreht, sondern heraus gezogen. Es gibt viele Hilfsmittel um eine Zecke zu entfernen.

 

Augen und Ohrverletzungen

 

Bei Fremdkörper im Auge oder Ohr oder wenn Flüssigkeiten (ätzend oder heiß) ins Auge oder Ohr (seltener der Fall) spritzen, gehen Sie bitte sofort zum Tierarzt.

 

Starker Durchfall

Maßnahme:

Geben Sie kein Futter und keine Medikamente, als Flüssigkeit leichten russischen Tee oder Kamillentee leicht gezuckert. Tiere warm und sauber halten, sie fühlen sich sonst unwohl.

 

Magenverdrehung

 

Magendrehung gibt es meist bei großen Hunden. Die Magendrehung entsteht, nach einer üppigen Futteraufnahme verbunden mit genüsslichem Wälzen der Hunde am Rücken. Bald hechelt der Hund, zittert, vermeidet sich hinzulegen, es kommt zum plötzlichem Anschwellen des Bauches und viele Hunde taumeln auch.

Maßnahme:

Sofort den Tierarzt aufsuchen, beim Transport den Kopf etwas Hochlagern.

 

Wärmestau

 

Hitzschlag tritt auf, wenn der Hund oder die Katze sich zu lange im heißen Auto bei Sonneneinwirkung befunden hat, oder wenn das Tier zu lange in der Sonne gelegen hat. Starkes hecheln, Krämpfe bis zur Bewusstlosigkeit und weite Pupillen ( sogar für den Laien erkennbar) sind die Folge.

Maßnahmen:

Ursache abstellen: Im heißen Auto sofort die Fenster öffnen, Tiere ins Kühle bringen, Kopf mit in kaltem Wasser getränkten Tuch abkühlen, größere Tiere (Pferde) mit kaltem Wasser absprühen.

 

Vergiftung / Krampfanfälle

 

Oft beobachten Sie die Giftaufnahme nicht, Krampfanfälle können aber ein Symptom einer Vergiftung sein.

Diese Krampfanfälle erkennt man an der gekrümmten Körperhaltung, dem Muskel zittern, eventuell tritt Speichelfluss auf, oder es treten Bewegungsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit auf. Weiter kann akutes Erbrechen, akute Durchfälle, Blutungen aus den Körperhöhlen, Bewusstlosigkeit auftreten. Das Tier greift sich entweder kalt an oder es hat Fieber und greift sich daher heiß an. Oft speicheln die Tiere stark oder es treten sehr enge Pupillen oder sehr weite Pupillen auf.

Maßnahmen:

Bei Krämpfen: Nichts eingeben, nicht ins Maul greifen, so lange das Tier krampft!

Auf dem Boden legen, Decke unterbreiten.

Bei Unterkühlung: Wolldecke

Bei Fieber Eisbeutel oder cooling package

Gift wenn möglich feststellen, Reste (z.B. zerbissene Arzneipackungen oder wenn Reste im Erbrochenen sind) aufheben !

Tierkohle (carbo medicinalis ja/nein:

Nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt oder der Vergiftungszentrale Telephonnummer: 0222/ 406 43 430

 

Weitere Maßnahmen bei Vergiftungsfällen:

Verhinderung der weiteren Giftaufnahme

; im Haarkleid (Benzin, Altöl, Auto Abfälle): Tiere abwaschen mit klarem Wasser (muss nicht steril sein).

Mit ½ bis 1 Teelöffel Wasserstoffsuperoxyd in den Mund kann man Katzen zum Erbrechen bringen, aber nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt.

 Erste Hilfe Tips

In einem Notfall, z.B. bei Verletzungen oder plötzlicher Erkrankung, ist es besonders wichtig, ruhig zu bleiben und sofort den Tierarzt aufzusuchen.

Achten Sie hierbei auf den behutsamen Transport. Reden Sie Ihrer Katze beruhigend zu, und legen Sie sie auf eine Decke im Transportkorb. Erklären Sie dem Tierarzt genau, was passiert ist. Bei einer erkrankten Katze sollten Sie ihn auch über den bisherigen Krankheitsverlauf unterrichten, z.B. Verhaltensänderungen, Unsauberkeit, Appetitlosigkeit, häufigeres aufs Katzenklo-Gehen oder was Ihnen sonst noch auffällt.

Sollte ein Unfall außerhalb der Sprechstunde-Zeiten geschehen, wenden Sie sich an den diensthabenden Notdienst:

- Rufen Sie den Tierarzt an. Viele Tierärzte hinterlassen auf ihrem Anrufbeantworter die Adresse des aktuellen Notdienstes.

- Schauen Sie in eine regionale Tageszeitung oder ein regionales Anzeigenblatt, dort sind die Notdienste vermerkt.

Wie erkenne ich, ob mein Tier ernsthaft krank ist ?

Richtige Ernährung, Haltung, Pflege und Krankheitsvorbeugung durch Impfungen und Parasitenbekämpfung sollten Erkrankungen Ihres Tieres zu einer seltenen Ausnahme werden lassen. Da aber für den Heilerfolg im Fall der Fälle entscheidend ist, wie rechtzeitig die Krankheit erkannt wurde, ist es sehr wichtig, als Tierbesitzer ein "gesundes Gespür" für Krankheitsanzeichen zu entwickeln; und vor allem dafür, ab wann die Alarmglocken läuten sollten!

 

Wichtige Symptome:

Verminderter Appetit

Über kurz oder lang kennt jeder sein Tier sehr genau. Man weiß, was es gerne frisst und ob es normalerweise eher viel oder wenig Futter aufnimmt. Wird nun das gewohnte Futter nicht angerührt und werden auch die sonst liebend gerne angenommenen Leckerbissen verweigert, dann ist jedenfalls erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Hält die Appetitlosigkeit auch am zweiten Tag an, so ist es empfehlenswert, den Tierarzt zu konsultieren.

Durchfall, Erbrechen

Wenn Durchfall und / oder Erbrechen auftreten ; oft in Zusammenhang mit Appetitlosigkeit - so sind das weitere, sehr ernstzunehmende Krankheitsanzeichen, sofern deren Ursachen nicht in bloßer "Überfütterung" gefunden werden können. Besonders bei Welpen, die ja noch wenig Energiereserven haben, sollte man bei Durchfall und / oder Erbrechen sofort den Tierarzt aufsuchen.

 

 

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