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K

Kalziummangel
Kalziummangel wird durch einseitige Fleisch- und Tierkörperorgangfütterung: -Leber, -Lunge, -Herz und -Nieren hervorgerufen. Durch Umstellung des Ernährungsplanes kann dies behoben werden.

Karbolineumvergiftung

Diese Vergiftung tritt durch den Kontakt mit teerhaltigen Holzschutzmitteln auf, die vom Tier durch Lecken des Felles aufgenommen wird. Symptome: -Erbrechen, -Durchfall, -Taumeln, -Krämpfe, -Lähmungen. Unbedingt einen Tierarzt konsultieren.
Kardiomyopathie
Erkrankungen des
Herzmuskels werden als Kardiomyopathien bezeichnet.
Die Kardiomyopathien stellen eine Gruppe von Erkrankungen dar, deren wesentliches Merkmal die direkte Beteiligung des Herzmuskels selbst ist. Sie sind nicht die Folge von Erkrankungen des Herzbeutels (Perikard), eines Bluthochdrucks, angeborener Herzfehler oder einer Herzklappenerkrankung.
Es existieren unterschiedliche und umstrittene Klassifikationen der Kardiomyopathien.

Karies
Karies entwickelt sich oft aufgrund von Zahnstein. Kariöse Zähne sollten gezogen werden.

Karpalorgan
Ein Tastkörperchen, das beim Klettern bedeutsam ist. Wie in den Zehen- und Sohlenballen befinden sich auch in der Haut der Karpalballen zahlreiche Schweißdrüsen (deren Sekret unter anderem als Duftsignal dient), außerdem Druckrezeptoren, die Pacinikörperchen. Doch die Karpalballen, die ja nur an den Vorderläufen vorkommen, zeigen auch eine Besonderheit: Rund drei Zentimeter über ihnen nämlich entspringen drei bis sechs meist pigmentlose extrem berührungsempfindliche so genannte Sinushaare. Sie sind den Schnurrhaaren (Vibrissen) der Katze vergleichbar und fungieren als zusätzliche Schwingungsrezeptoren. Man nennt sie deshalb auch Karpalvibrissen. Neben den Haarbälgen dieser ziemlich steifen Haare befinden sich zudem einige Duftdrüsen, deren Sekret insbesondere beim Klettern auf dem Untergrund verteilt wird. Karpalvibrissen und Haarbälgen bilden zusammen das Karpalorgan, ein Organ, das vornehmlich beim Klettern seine Wirkung entfaltet.

Karpfenbiss

Bekannt als Überbiss, eine angeborene Verkürzung des Unterkiefers. Vorwiegend bei -Siam, -Orientalisch Kurzhaar, -Semilanghaar.

Kaschmir
Die in Großbritannien seit 20 Jahren schokoladenbraunen sowie lila gezüchtete Perserkatze.

Kaspar-Hauser-Tier
Als Kaspar-Hauser-Versuch wird in der Verhaltensbiologie die Aufzucht eines Tieres unter weitgehendem Erfahrungsentzug verstanden (
"Kaspar-Hauser-Tier"), das heißt in völliger Isolation, ohne jeglichen Kontakt zu Artgenossen oder zu anderen Tieren. So kann man den Nachweis führen, dass alle von diesem Tier gezeigten Verhaltensweisen im Erbgut verankert, also angeboren sein müssen

Kastration
Unfruchtbarmachen des Katers durch Entfernen der Hoden, bzw. der Katze durch Entfernen der Eierstöcke.

Katerbäckchen
Stark ausgeprägte Wangen bei (ausgewachsenen) Katern.

Katzendiabetes

Als Katzendiabetes wird die Zuckerkrankheit der Hauskatzen (feliner Diabetes mellitus) bezeichnet. Sowohl diagnostisch als auch therapeutisch handelt es sich hier um eine schwierige Erkrankung.

Katzenfloh
Der Katzenfloh
(Ctenocephalides felis) ist ein parasitierendes Insekt der Ordnung der Flöhe (Siphonaptera). Er ist 1,5 bis 3 mm lang und braun bis rot-braun gefärbt. Der Katzenfloh hält sich auf oder in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf, kann aber auch vorübergehend auf den Menschen oder andere Tiere übergehen. Er ist die am häufigsten verbreitete Flohart.

Katzenhaarling
Der Katzenhaarling (Felicola subrostratus) ist ein Ektoparasit aus der Gruppe der Harrlinge, der ausschließlich Katzen befällt.
Der Katzenhaarling ist etwa sesamkorngroß, 1 (
♂) bis 1,3 mm (♀) lang, 0,5 mm breit und flügellos. Der Körper ist abgeplattet und hellgelb gefärbt. Sein Kopf ist fünfeckig mit einer nach vorn zeigenden, eingekerbten Spitze mit 3-gliedrigen Antennen. Der Kopf besitzt an der Unterseite eine Längsrinne, die als Gleitrinne für das Haar dient. Der Katzenhaarling besitzt beißend-kauende Mundwerkzeuge. Die Beine sind kurz und tragen kräftige Klauen, mit denen er sich an Haaren festklammern kann

Katzenkratzkrankheit

Die Katzenkratzkrankheit ist eine Krankheit des Menschen, die - wie der Name sagt - durch Kratzverletzungen von Katzen übertragen wird. Es ist eine Infektionskrankheit, die meist an Hand von Lymphknotenvergrößerungen an der Achsel oder am Hals erkannt wird und in der Regel gutartig verläuft. Die Katzen selber sind nur Überträger der Krankheit, zeigen aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Krankheitszeichen. Auch im Katzenfloh sind die Erreger der Katzenkratzkrankheit nachweisbar und über den Floh wird die Krankheit wahrscheinlich von Katze zu Katze übertragen.

Katzenleukose( FelV):
Die Katzenleukose ist die häufigste infektiöse Todesursache der Katze. Ihr Erreger ist ein Virus, das mit den Immunschwäche-Viren der Katzen (FIV) und des Menschen (HIV) verwandt ist. Das Leukose-Virus befällt jedoch ausschliesslich Katzen.
Es wird leicht übertragen: nicht nur durch Kontakt zu kranken Katzen, sondern auch über den Fressnapf, die Katzentoilette etc. Infizierte Muttertiere können die Leukose im Mutterleib und über die Milch auf Ihre Welpen übertragen. Auch gesund erscheinende Katzen, die das Virus ständig mit dem Speichel ausscheiden, spielen bei der Verbreitung der Katzenleukose eine große Rolle. Die Erkrankungen durch Katzenleukose sind äusserst vielseitig und werden in zwei grossen Gruppen zusammengefasst: Erkrankungen durch Schwächung des Abwehrsystems und Krebserkrankungen. Als Folge der Abwehrschwäche wird die Katze für sonst harmlose Erreger sehr anfällig. Die daraus folgenden Entzündungen können alle möglichen Organe angreifen und lassen sich nicht oder nur kurzfristig behandeln. Des Weiteren können bei einer leukoseerkrankten Katze die übrigen Schutzimpfungen fehlschlagen, da das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, Schutzstoffe zu bilden. Deshalb ist eine Impfung gegen Katzenleukose die Basis für weitere Impfungen, die gleichzeitig erfolgen können. Katzenschnupfen: Der Katzenschnupfen  ist die verbreiteteste und bekannteste Krankheit, die sich eine Katze zuziehen kann. Er äussert sich genau wie ein Schnupfen beim Menschen: Tränende Augen, erhöhte Temperatur und Appetitlosigkeit. Katzenschnupfen ist kein normaler Menschen-Schnupfen, welcher für Katzen ziemlich ungefährlich  ist. Ein Katzenschnupfen dagegen kann, wenn er nicht behandelt wird, für  die Katze tödlich enden. Eine Impfung gegen Katzenschnupfen  existiert und sollte durchgeführt werden. Vorsicht allerdings, falls Ihre Katze schwach oder bereits krank ist, denn die Impfung wird durch Immunisierung mit lebenden Viren durchgeführt. Eine Impfung an einer bereits erkrankten Katze ist also a) wirkungslos und b) gefährlich. Erst der direkte  Kontakt zwischen Katzen und ein gegenseitiges Anniesen führt zur Infektion.  Hierbei kommt es darauf an, wie viele Viren ausgeniest werden. Eine hohe  Dosis steckt eine Katze oft schon in 2 oder 3 Tagen an. Bei einer niedrigeren Dosierung kommt es nur dann zur Ansteckung, wenn die Katzen ca. 2 Wochen  zusammen sind. Die Krankheit ist sehr gut behandelbar.

Katzenschnupfen
Katzenschnupfen ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Synonym verwendet werden die Bezeichnungen infektiöse Katzenrhinitis, Katzenpneumonitis, cat flu und Rhinotracheitis infectiosa felis. Es handelt sich hierbei also um einen Symptomkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird, und Nase, Maulhöhle und Augen betrifft. Beteiligte Erreger sind verschiedene Viren (Herpes- und Caliciviren) und Bakterien (Chlamydien,Bordetellen und Mykoplasmen). Da die Erreger sich gegenseitig begünstigen und damit parallel auftreten können und Behandlung und Bekämpfung dieser Erkrankungen etliche Gemeinsamkeiten aufweisen, ist diese Sammelbezeichnung dennoch berechtigt.

Katzenseuche
Die Katzenseuche ist das Übelste, was Ihnen und Ihrem Vierbeiner zustossen kann. Eine Heilung ist nicht möglich und die Seuche endet in der Regel ebenfalls mit dem  Tod. Hinzu kommt, dass das Virus extrem aktiv ist. Ist eine Ihrer Katzen mit  Katzenseuche infiziert, ist Ihre gesamte Kleidung und Wohnung kurzer Zeit danach ebenfalls verseucht und Sie werden für mindestens das nächste halbe  Jahr keine andere Katze streicheln oder in Ihren vier Wänden beherbergen  können. Auch hier existiert eine Impfung, die aus naheliegenden Gründen sehr  zu empfehlen ist.

Katzenwäsche
Im Volksmund gebräuchlich, für: oberflächliche Säuberung, was aber nicht der Wirklichkeit entspricht, denn Katzen putzen sich überaus gründlich.

Kippfenster-Syndrom
Kippfenster
-
Syndrom ist ein Begriff aus der Tiermedizin. Bei dem Versuch, durch den Spalt eines angekippten Fensters zu schlüpfen, bleiben Tiere – meist Katzen – oft stecken. Durch Befreiungsversuche rutschen sie immer weiter nach unten. Dadurch kommt es zur Unterbrechung der Blutversorgung distal der Druckstelle. Das Syndrom ist pathophysiologisch eine Unterform der Ischämischen Myopathie.
Die Folge sind bei einem längeren Festhängen schwere neurologische Schäden im Bereich der Hintergliedmaßen, auch Drucknekrosen sind beschrieben. Als Spätfolge kann es zur Ausbildung von Embolien kommen. Werden die Tiere nicht befreit, sterben sie.
Neben der medizinischen Versorgung des Traumas hat die Durchführung einer Physiotherapie positive Auswirkungen auf den Heilungsverlauf.

Klappen-Insuffizienzen
Ist eine Klappe undicht, kann also Blut in die falsche Richtung (rückwärts) fließen und spricht man von einer Klappen-Insuffizienz, oder auch Regurgitation genannt.

Klappen-Verengungen
Kommt es zu einer Verengung im Bereich einer Klappe, nennt man das Stenose. Dort fließt das Blut zwar in die richtige Richtung, aber, ähnlich wie bei einem zusammengepressten Wasserschlauch, mit einer zu hohen Geschwindigkeit. Das Herz muss gegen einen erhöhten Widerstand pumpen und es kommt häufig zu einer Muskelzubildung in der entsprechenden Kammer (Hypertrophie). Beispiele sind die Subaortenstenose (Aortenstenose) oder die Pulmonalstenose.

Klistier
Einlauf in den Mastdarm bei Verstopfung, aber auch zur künstlichen Ernährung.

Knickrute
Bei Siamkatzen oder Burmesen angeborene und vermutlich vererbte Missbildung an der Schwanzspitze, die unbeweglich ist.

Knickschwanz

Vererbliche Deformation des Schwanzes.

Knurren
Ausdruck von Unsicherheit, Angst oder verhaltener Wut. Bei dieser Lautäußerung ist immer Vorsicht geboten, denn das Tier ist unter Umständen angriffsbereit.

Köpfchengeben
Die Katze drückt ihren Kopf an ihr Gegenüber. Beim Menschen Aufforderung zum Spiel oder zum Streicheln, gleichzeitig werden Duftstoffe zum Markieren abgegeben.

Kokzidiose

Als Kokzidiose bezeichnet man Erkrankungen durch Einzeller, den sogenannten Kokzidien (Klasse Sprozoen) Sie gehören zu den Protozoeninfektionen. Die Kokzidien befallen vor allem den Darm, bei einigen Tieren auch Leber und Niere. Kokzidiosen spielen bei verschiedenen Haustieren eine größere Rolle als Jungtiererkrankung.

Koliinfektionen
Können nur durch bakteriologische Stuhluntersuchung von anderen Durchfallerkrankungen diagnostiziert werden, treten eher selten auf.

Kotverstopfung
Durch falsche Ernährung oder bei sehr fetten und trägen Tieren.

Krallen und Pfoten
Krallen und Pfoten sind für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims, aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen, mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert, verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw. Kratzbrett.
Die Pfote besteht aus dem Karpalballen, dem Ballen der Daumenkralle sowie der herzförmigen Sohlen- und den vier Zehenballen. Die Pigmentierung der Ballen kann unterschiedlich ausfallen.

Kryptorchismus
Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack durch unterbliebenen Abstieg. Nahezu ausschließlich bei Edelkatzen. Beidseitige Kryptorchiden sind unfruchtbar, einseitige sollten wegen der Erblichkeit des Leidens kastriert werden.

Künstliche Selektion
Vom Menschen durchgeführte Selektion von Haustieren. Der Züchter sorgt dafür, dass sich nur jene Individuen fortpflanzen, die die erwünschten Charaktereigenschaften aufweisen und fixiert diese somit in der Population.

L

Laktose
Milchzucker in Kuhmilch, der von den meisten Katzen nicht vertragen wird.

Läuse
Die gelblich weißen, blutsaugenden Insekten sind nur bei ungepflegten oder durch andere Krankheiten geschwächten Tieren zu finden. Die Läuse werden durch direkten Kontakt übertragen. Die ca. 1mm langen Nissen werden an die Haare geklebt. Das Fell sieht schmutzig aus und riecht eigenartig. Bei Massenbefall hilft nur noch Haare scheren. Vorsichtig mit Alugan waschen und im wöchentlichen Abstand mindestens 3mal wiederholen, damit alle inzwischen geschlüpften Läuse vernichtet werden. Eiweiß- und Vitaminreich füttern. Auf jeden Fall den Gesundheitszustand der Katze vom Tierarzt überprüfen lassen.

Larva migrans

Wanderlarve des Spulwurms, die auch im Menschen Schaden anrichten kann.

Lebererkrankungen
Werden nach Vergiftungen oder als Folge chronischer Infektionskrankheiten in Form allgemeiner Gelbsucht erkennbar: Urin gelblich oder dunkelgrün, Kot hell oder grünlich. Das Allgemeinbefinden ist stets beeinträchtigt gekoppelt mit -Appetitlosigkeit,
-Erbrechen oder Durchfall. Leberschonkost: Fett frei, leicht verdauliche Zucker (Traubenzucker, Bienenhonig, Gebäck), Quark, sowie zerkleinerter gekochter Fisch (mager). Im Bedarfsfall künstliche Ernährung und Elektrolytersatz zum Ausgleich des hohen Wasserverlustes.

Lebenserwartung
Wohnungskatzen können 15, manchmal sogar 20 Jahre alt werden. Bei Katzen mit Auslauf ins Freie ist die Lebenserwartung, vor allem wegen der Gefahren durch den Verkehr, weit niedriger.

Letalfaktoren

In allen Populationen gibt es Allele, die zu Defekten oder zum Tode des Trägers führen können. Diese oftmals rezessiven Allele werden je nach ihrer Wirkung als subvitale, semiletale oder letale Faktoren bezeichnet. Als Letalfaktoren bezeichnet man Allele, die den Tod des Tieres hervorrufen. Semiletale Faktoren führen bei mehr als 50% der Trägertiere, subvitale bei weniger als 50%; der Trägertiere zum Tode. Bei Katzen ist die dominante Schwanzlosigkeit als Letalfaktor bekannt. Nur heterozygote Katzen sind lebensfähig.

Lilac
Farbbezeichnung, die sich als englischer Ausdruck eingebürgert hat- Taubengrau mit leichtem Rosaschimmer.

Linie
Dieser Begriff steht für eine in Inzucht gehaltenen Familie von Lebewesen.

Linienzucht

Geplante Paarung verwandter Katzen.

Lungenblutungen
Sind nach Unfällen ganz und gar nicht selten. Erschwerte Atmung sowie hellrotes, schaumiges Blut aus Mund und Nase. Lungenblutungen werden gelegentlich auch durch Lungenwurmbefall oder Geschwüre verursacht. Die Patienten sind dann zumeist stark abgemagert und haben ein stumpfes, glanzloses Fell. Die erschwerte Atmung sowie zunehmender Husten sind auffällige Merkmale.

Lungenerkrankungen
Meist vom Katzenschnupfen ausgehende Bronchitis oder Pneumonie, Bronchialasthma. Anfallsweise auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Bronchien. Die Schleimhäute sind bläulich gefärbt.

Lungenödem
Ist eine Klappe undicht, kann also Blut in die falsche Richtung (rückwärts) fließen und spricht man von einer Klappen-Insuffizienz. Insuffizienzen der Mitralklappe führen bei fortgeschrittener Erkrankung zur Entstehung von Lungenödemen (Wasser in der Lunge). Diese kommen dadurch zu Stande, dass sich das Blut aufgrund der Undichtigkeit der Mitralklappe in den linken Vorhof zurückstaut. Im weiteren Verlauf staut sich das Blut bis in die Lungenvenen, was dort zu einem erheblichen Druckanstieg in diesen Gefäßen führt. Letztlich wird der Druck so groß, dass Flüssigkeit regelrecht aus den Gefäßen gepresst wird. Diese sammelt sich in der Lunge, man spricht vom Lungenödem. Auch Erkrankungen, die den Druck in der linken Hauptkammer erhöhen, wie z.B. Hypertrophe Kardiomyopathien oder Dilatative Kardiomyopathien, können über den oben beschriebenen Mechanismus Lungenödeme verursachen.

Lungenwurmbefall
Lungenwürmer sind etwa 4-10mm lange, haardünne Rundwürmer, die in den Lungenbläschen schmarotzen. Dort schlüpfen auch die Larven, welche dem Luftstrom entgegen wandern und vom Wirt ausgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Schnecken fungieren als Zwischenwirte, kleine Nager oder Reptilien als Transport- oder Wartewirte.
Nach Verzehr der Zwischen - oder Transportwirte setzt sich die Blutwanderung zur Lunge in Gange.


Lymphgefäßsystem
Die Lymphgefäße transportieren die Lymphe, welche vor allem Transport- und Abwehrfunktionen erfüllt. In den Lymphknoten wird sie gefiltert und auf etwaige Fremdstoffe kontrolliert bzw. gereinigt. Für die Beurteilung von Krankheiten z.B. ist die Kenntnis dieser Gebiete von Bedeutung.

Lymphosarkom

Leukämie - Lymphosarkomkomplex

Lyssa
Tollwut

M

Mackerel
Getigerter Tabby: Streifen ziehen sich vertikal nebeneinander über die Flanken

Magen-Darm Entzündung
Gastroenteritis

Magenerkrankungen
Bei Magenerkrankungen spricht man in erster Linie von Entzündungen (Gastritis), die oft von verschluckten Fremdkörpern verursacht werden. Anzeichen dafür sind mangelnder Appetit sowie Erbrechen meist kombiniert mit Darmentzündungen.

Malayian

Ausschließlich in den USA gebräuchlicher Name für sämtliche Farbschläge der Burma, mit Ausnahme des ursprünglich braun- bzw. zobelfarbenen. In Europa werden anders farbige Burmesen ohne unterschiedliche Benennung bereits seit Jahren systematisch gezüchtet.

Malignes Lymphom der Katze
Das maligne Lymphom der Katze (Syn. felines Lymphosarkom) ist eine bösartige (maligne) Tumorerkrankung bei Katzen (Felidae), bei der sich zumeist solide Tumore in den Lymphatischen Organen (Lymphosarkome) bilden. Es ist die häufigste Tumorerkrankung bei
Hauskatzen, etwa ein Drittel aller Neoplasien sind bei dieser Art maligne Lymphome. Hauskatzen sind innerhalb der bislang untersuchten Arten am häufigsten von dieser speziellen Tumorform betroffen. Die Erkrankung ist zumeist virusbedingt und vergleichbar mit den Non-Hodgkin-Lymphomen des Menschen.

Mammatumor
Unter Mammatumor versteht man eine Geschwulst der Milchdrüsen, die bevorzugt in der zweiten Lebenshälfte auftritt. Die anfänglich kleinen Gebilde wachsen unterschiedlich schnell und können auch auf das benachbarte Gewebe übergreifen. Oftmals bösartig mit Tendenz zur Tochtergeschwulstbildung (Metastasierung). Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung bestehen gute Heilungsaussichten.

Mangelerkrankungen
Können schon bei jungen Kätzchen aufgrund einseitiger Ernährung auftreten. Zu Beginn durch ausgewogene Kost (ganze Tierkörper mit Fell) schnell zu beheben. In späteren Stadien können Symptome wie Nachtblindheit, verzögertes Wachstum, erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie Fortpflanzungsstörungen, Totgeburten und missgebildete auftreten.

Manx

Hauptmerkmal dieser Rasse ist ihre Schwanzlosigkeit, die durch eine dominante Erbgutänderung hervorgerufen wird. Erstmals wurden die Manx zu Beginn diese Jahrhunderts auf der Insel Man in der irischen See aufgespürt. Das offene Fell ist weich und fein und darf jede bei Katzen nur denkbare Farbe aufweisen. Die Augenfarbe sollte im Idealfall derjenigen der Perserkatze entsprechen. Typ und Wesen der Manx ähneln denen der British Shorthair. Die amerikanische Halblanghaar-Form der Manx ist in Europa noch selten und wird Cymric genannt.

Maskaralinien
Dunkle Linien, die von den äußeren Augenwinkeln ausgehen.

Maske
Nennt man die dunkle Gesichtszeichnung mancher Katzenrassen, zum Beispiel
der Siamkatze. Sie hebt sich deutlich vom übrigen Fell ab.

Mastitis

Unter Mastitis bezeichnet man eine Entzündung der Milchdrüsen. Beginnt meist als Milchstauung aufgrund von Tod oder zu schnellem Absetzen der Jungen. Bei geduldigen Katzen kühlende Umschläge anlegen, doch meist sind Antibiotika und eine chirurgische Behandlung notwendig.

Maunzen
So plaudert die Katze entspannt mit ihrem Menschen. Herumgemaunzt wird aber auch aus Langeweile oder Verdruss. Maunzen kann Nörgelei sein oder leise Zustimmung. Außerdem maunzt die Katze, um dem Menschen etwas abzubetteln - zum Beispiel einen Leckerbissen.

Megakolon
Krankhafte Erweiterung des Dickdarms. Immer auffällig durch lang anhaltende Kotverstopfung. Entweder angeboren oder als Folge von einseitiger, ballastarmer Ernährung. Im Anfangsstadium durch ballastreiche Fütterung vollkommen heilbar. Im fortgeschrittenem Stadium selbst durch Operation nicht immer heilbar.

Miaciden

Wieselähnliche Raubtierart vor etwa 50 Mio. Jahren, Urahn sämtlicher Raubtiere.

Miauen
Die Katze ruft oder begrüßt ihren Partner oder erzählt ganze "Romane", ein sehr helles "Miau" lässt auf Missstimmung schließen.

Mikrosporie
Hautpilzerkrankung. Sie wird durch Microsporum canis oder Microsporum gypseum hervorgerufen. Bleibt jedoch meist ohne Symptome. Die Katze spielt eine wesentliche Rolle als Überträger.

Milchmangel

Aufgrund von Frühgeburt, bei oder nach schweren Erkrankungen, entzündlichen Veränderungen der Brustdrüsen oder Zitzen. Relativ häufiges Auftreten bei Erstgebährenden oder übergewichtigen Katzen. Durch Hormone oder regelmäßiges Anlegen der hungrigen Jungtiere häufig zu beheben. Die Gabe von Vitaminen und Eiweiß kann die Milchproduktion des Muttertieres unterstützen.

Milchtritt
Ein Milchtritt ist ein Reflex bei verschiedenen Säugetieren, unter anderem bei Katzen und Mäusen. Die Jungtiere treten unmittelbar vor und auch während des Säugens mehr oder weniger rhythmisch mit den Vorderpfoten gegen die Zitzen des Muttertieres. Damit wird die Milchproduktion angeregt. Bei Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt wurden, bleibt der Milchtritt meist ein Leben lang erhalten.

Milben
Milben (Acari) sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida) im Stamm der Gliederfüßer. Milben stellen mit über 20.000 Arten die größte Gruppe der Spinnentiere. Da sie die kleinsten Gliederfüßer (Arthropoda) sind, ist davon auszugehen, dass viele Arten noch gar nicht entdeckt wurden.

Mineralstoffmangel

Im gesunden Organismus werden die notwendigen Elektrolyte (Na, K, Mg, P, Ca, Chloride) durch den Stoffwechsel (Darm und Nieren) im erforderlichen Gleichgewicht gehalten. Deshalb sind Störungen vor allem bei erheblichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch Erbrechen und Durchfall, aufgrund von Erkrankungen der Nieren, Leber, Magen und Darm zu erwarten. Vorgefertigter Nahrung sollten stets Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden.

Mitralklappeninsuffizienz
Von Mitralklappeninsuffizienz, oder kürzer von Mitralinsuffizienz spricht man, wenn die Mitralklappe (Herzklappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer) "undicht" wird, d.h. das Zurückströmen von Blut in den Vorhof beim Zusammenziehen des Herzmuskels nicht mehr vollständig verhindern kann.

Mitralregurgitation wird das Zurückfließen des Blutes genannt. Die häufigste Ursache einer Mitralklappeninsuffizienz ist eine Mitralklappenendokardiose.

Die Mitralklappenendokardiose ist die häufigste kardiale Erkrankung Hundes. Drei Viertel aller Hunde mit kongestivem Herzversagen leiden an einer Mitralregurgitation, die durch eine degenerative Veränderung der Klappensegel oder der Chordae tendinae hervorgerufen wird. Die Mitralklappe ist in 60 % der Fälle alleine und in 30 % der Fälle gemeinsam mit der Trikuspidalklappe betroffen. 10 % der betroffenen Patienten leiden an einer alleinigen Trikuspidalendokardiose. Wichtig ist die Unterscheidung Mitralklappeninsuffizienz bzw. –regurgitation und Mitralklappenendokardiose. Bei der Mitralregurgitation handelt es sich nur um ein klinisches Symptom, wohingegen Klappenendokardiose eine pathologisch-anatomische Diagnose darstellt. Mitralinsuffizienzen sind die Folge von Mitralklappenendokardiosen, Dilatativen Kardiomyopathien oder anderen Erkrankungen, welche mit einer Volumenüberladung des linken Ventrikels einhergehen. Oftmals wird Mitralinsuffizienz bzw. –regurgitation aber als Synonym für Mitralklappenendokardiose verwendet.

Mutation
Jede Veränderung im Gentyp eines Lebewesens, die im Bereich der Gene, der Chromosomen oder des gesamten Genoms erfolgen kann.

Mykosen
Mykosen sind durch Pilze bedingte Erkrankungen. Entweder als Dermatomykosen oder Systemerkrankungen. Durch vorausgegangene Antibiotika-Behandlungen wird die Abwehrkraft soweit geschwächt, dass sich verschiedene Schimmelpilze im Darm, den Lungen oder anderen Organen ansiedeln und lebensgefährliche Erkrankungen verursachen können.
 

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