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U

Überdominanz
Der Vorteil des heterozygoten Genotyps gegenüber homozygoten Konstellationen wird als Überdominanz oder Superdominanz bezeichnet. Überdominanz betrifft insbesondere quantitative Merkmale wie Intensität der Fellfärbung und Zeichnungsmuster.

Übersprunghandlung

Ein Begriff aus der Verhaltensforschung. Wenn eine Katze in einer Konfliktsituation nicht weiß, wie sie sich entscheiden soll, fängt sie plötzlich eine andere Tätigkeit an, zum Beispiel sich zu putzen.

Umkonditionierung
Die Handlung der Katze wird mit bewusster Steuerung durch eine andere Handlung ersetzt.

Unterhaar

Kurze Unterwolle im Haarkleid

Unterwolle
Das dichte, wollige und weiche Fell am Körper unter dem Deckhaar, ist je nach Rasse verschieden dick.

Urämie

Harnvergiftung. Aufgrund chronischer Nierenerkrankungen, Harnsteinleiden oder ähnlichem.

Usual
Wildfarben bei Abessiniern
 

V

Van-Zeichnung
Die Van-Zeichnung stammt von der Van-Katze, die um die Ohren herum und am Schwanz kastanienbraune Flecken auf weißem Grund hat.

Verbrennungen/Verätzungen
Verbrennungen kommen im Haus relativ häufig vor. Die verletzte Stelle ist sofort mit kaltem Wasser ausgiebig zu übergießen. Die Wunde muss mit einer entsprechend großen Mullkompresse abgedeckt werden: der Tierarzt ist unverzüglich aufzusuchen. Besonders bei größeren Verbrennungen muss die Katze viel trinken, um einen zu großen Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Notfalls flößt Du ihr etwas Wasser oder verdünnte Milch ein. Ist ein Arzt erst später erreichbar, kannst Du ein schmerzstillendes Mittel verabreichen. Sofern das Tier einen Schock erleidet, wird mit der Schockbehandlung begonnen. Bei sehr kleinen und weniger schweren Verbrennungen trägst Du eine entzündungshemmende Antibiotikasalbe oder eine Brandsalbe dünn auf die Wunde auf.

Bei Verätzungen, die meist durch Berührung von Säuren entstehen, wird die Katze mit Wasser und Seife behandelt. Das Fell und die Haut des Tieres ist vorsichtig und ausgiebig damit abzuwaschen. Günstig ist es, wenn Du zur Behandlung eine Kernseifenlauge herstellst und anschließend mit klarem Wasser gut nachwäschst. Lauge und Wasser müssen wohl temperiert sein. Danach solltest Du unbedingt den Arzt aufsuchen!

Katzen nie unbeaufsichtigt in der Küche alleine lassen, nachdem man gekocht hat. Katzen sind von Natur aus neugierig und könnten sich an der Herdplatte verbrennen. Wenn Du im Sommer öfters grillst, solltest Du währenddessen Deine Katze im Haus lassen. Vorsichtig ist auch bei Kerzen/Teelichtern geboten. Das Fell einer Katze fängt leicht Feuer. Lasse deswegen alle Gefahrenquellen niemals unbeaufsichtigt!

Verdrängungskreuzung
Durch fortgesetzte Kreuzung mit Tieren einer anderen Rasse sollen die Eigenschaften einer vorhandenen Rasse verdrängt werden. In der praktischen Zucht werden fortgesetzt Vatertiere der neuen Rasse angepaart. Die Verdrängung des Genbestandes durch die neue Rasse ist nach 4-6 Generationen beendet.

Veredelungskreuzung

Die Veredlungskreuzung dient der Verbesserung einzelner Merkmale einer Rasse. Dabei sollen vorhandene erwünschte Anlagen einer Rasse erhalten bleiben.

Vergiftungen durch Pflanzen
Da Katzen gerne an Grünzeugs knabbern, solltest Du Ihnen auf jeden Fall spezielles Katzengras zur Verfügung stellen. So kann es dadurch schon sein, dass sich Deine Katze nicht weiter mehr an anderem Grünzeugs vergreift. Tierärzte warnen vor allem vor Pflanzen, die kautschukartige Flüssigkeiten absondern wie z. B.  Ficusarten oder Gummibäume. Die milchig-weiße Flüssigkeit verklebt sich in Fell und Pfoten und wird somit von der Katze abgeleckt und aufgenommen. Hier die häufigsten giftigen Pflanzen in alphabetischer Reihenfolge: Ackerveilchen, Ackerwinde, Adlerfarn, Adonisröschen , Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Arnika, Aronstab, Azalee, Ananaspflanze Becherprimel, Blasenstrauch, Blaustern, Buchsbaum, Buschwindröschen, Bergpalme, Bougainvillea, Calla, Christrose, Christsterne, Christusdorn, Chrysantheme, Clivie, Daphne, Diptam, Dieffenbachia, Efeu, Eibe, Eisenhut, Edelweiß, Engelstrompete, Elefantenfuß, Einblatt, Farne, Feldstiefmütterchen, Feuerbohne, Feuerdorn, Fichte, Fingerhut, Faulbaum, Fensterblatt, Gartenwolfsmilch, Geißblatt, Geranie, Ginster, Glyzinie, Goldregen, Hahnenfuß, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Herkuleskraut, Hundspetersilie, Hyazinthe, Iris, Jasmin, Kalla, Kaiserkrone, Kartoffelpflanze (Keime), Kletterspindelstrauch, Korallenbeere, Kornrade, Krokusse, Kroton, Küchenschelle, Leberblümchen, Lebensbaum (Thuja), Liguster, Lorbeer, Lupine, Märzbecher, Mahonie, Maiglöckchen, Mauerpfeffer, Mistel, Monstera, Maranta, Nachtschatten, Nadelbäume ( Gießwasser ) Narzisse, Nelke, Nießwurz, Orchidee, Oleander, Pfaffenhütchen, Philodendron, Primeln, Pfeilwurz, Rainfarn, Rittersporn, Rizinus, Robinie, Rhododendron, Sadebaum, Salomonsiegel, Schachtelhalm, Schlafmoon, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Scilla, Seidelblast, Skabiosen, Spindelbaum, Stechapfel, Stechpalme, Steinklee, Sumpfdotterblume, Spathiphyllum, Tabakpflanze, Tannen, Tollkirsche, Tomatenpflanze, Tulpe, Tüpfelhartheu, Usambaraveilchen, Veilchen, Wacholder, Waldmeister, Weihnachtsstern, Weinraute, Wicken, Wildlupine, Wilder Dost, Wolfsmilch, Wüstenrose, Wurmfarn, Zaunrübe, Zimmeraralie, Zwergholunder, Zwergmistel.

Vergiftungen Giftige Zimmerpflanzen
Alpenveilchen, Azalee, Clivie, Efeu, Elefantenfuß, Farne, Ficus, Orchidee, Usambaraveilchen, Weihnachststern, und einige andere. Giftige Gartenpflanzen
Adlerfarn, Buchsbaum, Cristusdorn, Chrysantheme, Efeu, Engelstrompete, Feldstiefmütterchen, Fetthenne, Geranie, Ginster, Goldregen, Hyazinthe, Iris, Jasmin, Krokusse, Lebensbaum, Lorbeer, Maiglöckchen, Mistel, Nachtschattengewächse, Narzissen, Nelken, Rhododendron, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Tannen, Tulpe, Wacholder, und viele andere. Giftig sind unter anderem auch: Teebaumöl, Öle, Lacke, Reinigungsmittel, Leim, Kleber, Farben, Medikamente, Alkohol, Tabak, Spülmittel,  Kosmetika und Cremes

Verhalten nach Operationen
Man sollte das frisch operierte Tier warm, ruhig und ebenerdig unterbringen. Möglichst in einem abgedunkeltem Raum ohne Sprung- und Klettermöglichkeiten. Appetit, Durst, Pflegeverhalten, Körpertemperatur, Harn- und Kotabsatz müssen täglich kontrolliert werden. Bei unnatürlichem Verhalten umgehend den Tierarzt konsultieren. Leichtverdauliches, vitaminreiches Futter in kleinen Portionen verabreichen. Strikte Ausgangssperre!

Verhaltensstörung

Sie kann angeboren sein oder erworben werden. Katzen, die in frühester Jugend negative Erlebnisse hatten, neigen als Erwachsene oft zu Verhaltensstörungen, wenn sich in ihrer Umgebung etwas verändert. Sie reagieren manchmal auf Veränderungen, die dem Katzenbesitzer unwesentlich erscheinen, für die Katze aber unerträglich sind. Die Verhaltensstörungen reichen von Unsauberkeit, Scheu, Futterverweigerung, über Berührungsangst und Aggressivität bis hin zu schwerer Krankheit. In diesen Fällen gilt es herauszufinden, was die Katze aus ihrem Gleichgewicht gebracht hat. Je schneller desto besser.

Verschleißkrankheiten
Vorwiegend Alterserscheinungen, wie Nierenentzündung, Bewegungsstörungen, Zahnausfall. Diese Verschleißkrankheiten können jedoch auch durch falsche Fütterung hervorgerufen werden.

Verpaarungsmethode

Verpaarungsmethoden sind für den Katzen-Züchter neben Selektionsmethoden ein Mittel, die genetische Struktur der Population zu beeinflussen. In der praktischen Katzenzucht wurden in der Vergangenheit häufig Verpaarungen von Tieren mit unterschiedlichen Merkmalen durchgeführt, um Zwischenformen zu erzielen. Durch Paarung eines Partners mit besonders gutem Langhaar und einem solchen mit weniger ausgeprägtem Langhaar erhofft man eine Merkmalsverbesserung. Diese Ausgleichspaarungen werden auch heute noch praktiziert. Die gleiche Zielsetzung verfolgt die Fremdzucht. Im Gegensatz zur Ausgleichspaarung liegt dabei eine genetische Unähnlichkeit vor.

Vertrautes Umfeld
Das Umfeld, in dem ein Tier normalerweise lebt und wo es jeden Winkel kennt. In diesem umschriebenen Gebiet finden die Tiere alles, was sie zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse brauchen, die Gefahren kennen sie gut genug, um sie zu meiden.

Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare. An deren Wurzeln enden viele Nerven, sodass die Katze alles wahrnimmt, was die Haare berührt. Kräftige Muskeln können diese nach vorn richten. Mithilfe dieses Systems tastet das Tier die Umrisse seiner Beute ab und findet die Stelle, an der es seine Zähne zum tödlichen Biss ansetzen muss. Für den Menschen ist es wichtig zu wissen, dass eine Katze, die ihre Barthaare nach vorn richtet, eventuell zum Beißen bereit ist.

Vitaminmangelerkrankungen
Katzen können aus Karotin kein Viatmin A bilden,dafür stellen sie sich ihr Vitamin C selber her.Das Vitamin K (Gerinnungsfaktor ist für Katzen unnötig) Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung oder schweren Krankheiten auftreten. Bei ausgewogener Fütterung wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.

Vollgeschwister


Unter Vollgeschwistern versteht man alle Wurfgeschwister sowie alle Tiere aus weiteren Würfen mit den gleichen Eltern.
Vorbiss
Anomalie des Kiefers mit deutlich vorstehendem Unterkiefer.
 

W

Warmblüter
Tiere, die ihre Körpertemperatur ständig weitgehend konstant halten (alle Wirbeltiere).

Waschbärenkennzeichnung

Rauchfarbene Katzen werden mit einer Waschbärenzeichnung geboren. Zu Anfang ist das Fell einfarbig pigmentiert mit weißer Harlekinzeichnung, später dann hellt sich das Fell auf und die Points färben sich dunkel. Nach ca. 3-4 Monaten setzt die Aufhellung des Fellgrundes ein.

Wiegen
Da Katzen nicht ohne weiteres auf der Waage stehen bleiben, löst man das Problem, indem man sich mit ihr im Arm wiegt und dann das Eigengewicht abzieht.

Wildfleck

Ein heller, runder Fleck auf der Rückseite der Ohren, der besonders bei Wildkatzen vorkommt. Typisches Kennzeichen von Agoutikatzen.

Wurf
Alle Jungtiere einer Kätzin
 

X

X-Chromosomen
Geschlechtsgebundene Chromosomen, XX = weiblich

XY-Chromosomen

Männliche Chromosomen
 

Y

Ypern
Ypern, flämische Stadt in der man ein Katzenfest feiert anlässlich eines mittelalterlichen Brauchs. Im Mittelalter hat man in Ypern lebende Katzen vom Turm aufs Pflaster geworfen. Ganz schön gruselig aber im Mittelalter ist die Katze verteufelt worden und dieses eigenwillige Tier erweckte bei den abergläubischen Menschen Misstrauen. Es galt die Meinung, dass die Katze das Unheil anzieht und die Personifikation des Bösen sei.
 

Z

Zahmheit, Zähmen
Ein wildes Tier, für das der Mensch sorgt und des deswegen in dessen Gegenwart keine Flucht- oder Angstreaktion zeigt, nennt man zahm. Die Zahmheit kann eine Übergangsstufe zur Domestizierung darstellen.

Zähne
Jungkätzchen bis zu 6 Monaten haben ein Milchgebiss mit 26 Zähnen. Die erwachsene Katze hat 30 Zähne.

Zahnerkrankungen

Zahnerkrankungen treten relativ häufig bei Katzen auf. Dem Katzenhalter fallen diese Erkrankungen meist erst durch Futterverweigerung (Schmerzen beim Fressen) oder Mundgeruch der Katze auf.

Zahnfisteln
Auffälliges Merkmal ist eine verschwollene Gesichtshälfte sowie Fieber und Appetitlosigkeit.

Zahnfleischgeschwüre

Kommen relativ selten vor. Es empfiehlt sich Zahnerkrankungen durch regelmäßiges Zähneputzen mit spezieller Katzenzahnpasta entgegenzuwirken.

Zahnstein
Ungefähr ab dem dritten Lebensjahr (sehr selten bei Mäusefängern) lagert sich bei der Katze oft Zahnstein ab der, wenn er nicht entfernt wird, im Laufe der Zeit die Zähne umkrustet, so dass ein Laie kaum noch zwischen Zahn und Zahnstein unterscheiden kann. Schwerer Zahnsteinbefall kann die Zähne lockern und schließlich zerstören. Betroffen sind vor allem die weit hinten liegenden Backenzähne. Zahnstein entwickelt sich aus Belägen (Plaque). Man sollte älteren Katzen ca. alle 6 Monate den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen.

Zahnwechsel
Er vollzieht sich meist ganz unauffällig und ohne Schwierigkeiten im Alter von 24 Wochen.

Zecken

Die Zecken (Ixodida) sind eine Überfamilie innerhalb der Milben (Acarii) mit lederartig dehnbarer Haut und gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie werden hier den parasitischen Milben der Unterordnung Parasitenformes (Anactinotrichida) zugeordnet. Unter den Zecken finden sich die größten Milbenarten. Die meisten Arten sind Ektoparasiten (sie dringen nicht in das Wirtsinnere ein) an Wirbeltieren. Als Wirte dienen Vögel, Reptilien und Säugetiere (Nager, Fledermäuse, Paarhufer). Viele Zeckenarten gehören dadurch zu bedeutenden Krankheitsüberträgern.

Zitzenkonstanz
Bevorzugung einer bestimmten Mutterzitze auf Dauer.

Zobel
Dunkelbraune Fellfarbe

Zoonose

Unter Zoonose versteht man Erkrankungen, welche vom Menschen auf das Tier (und umgekehrt) übertragen werden. Dies geschieht aufgrund von Viren, Bakterien, tierischen Schmarotzern und Pilzen.

Zucht
Planmäßige Paarung von geeigneten Katzen und die Aufzucht der Jungtiere.

Züchter

Züchter ist jeder, der eine Katze decken lässt, die ihm gehört. Will ein Züchter einen Stammbaum für den Nachwuchs bekommen, so muss er einem Katzenzuchtverein angehören.

Zugelaufene Katze
Wenn jemandem eine Katze zuläuft oder man vielleicht ein verletztes Tier findet, dann darf man es nicht einfach behalten, denn damit macht man sich wegen Fundunterschlagung strafbar. Selbst wenn man willens und in der Lage ist, gut für die zugelaufene Katze zu sorgen, muss man seinen „Fund“ auf jeden Fall der nächsten zuständigen Stelle melden, was entweder die örtliche Polizeidienststelle, die Gemeindeverwaltung bzw. das Fundbüro sein kann. Von dort wird die Katze dann einem Tierheim zugewiesen, und erst, wenn sich nach einem halben Jahr immer noch kein Eigentümer gemeldet hat, darf der Finder die Katze übernehmen.

Zystitis

Blasenentzündung. Verursacht durch eine aufsteigende oder absteigende bakterielle Infektion. Anzeichen dafür sind oft Fieber, Schmerzen beim Wasser lassen, Aphatie oder Fressunlust. Tierarzt aufsuchen und die Katze warm halten.
Wie bei allen Erkrankungen ist auch liebevolle Pflege des Besitzers zur baldigen Genesung unerlässlich.

 

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