Medikamente

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 Nützliche Tips und Tricks

Inhalt der Haustierapotheke

So wie man zu Hause ein Erste-Hilfe-Kästchen für etwaige Notfälle griffbereit hat oder eine Autoapotheke mitführt, sollte man auch an eine Hunde- bzw. Katzenapotheke denken. Nicht nur bei Urlaubsreisen mit den Tieren ist sie mitzuführen, sondern ihre Mitnahme empfiehlt sich auch auf ausgedehnteren Wanderungen.

Als Notfälle, für die man gerüstet sein sollte, kommen folgende in Frage:

Kleine Verletzungen (Stiche, Risse, Abschürfungen, Schnitte)

Knochenbrüche

Bienen- und Wespenstiche

Hitzschlag

Augenverletzungen, Bindehautentzündungen

Akute Ohrenschmerzen (meist Fremdkörper oder Wasser)

Zeckenbisse

Erbrechen (Vergiftungen)

Mindestinhalt einer Notfallapotheke

Verbandszeug

Wundpuder, Wundsalbe

Pinzette, Schere, Zeckenzange

Watte- bzw. Ohrenstäbchen

Desinfektionsmittel, Alkohol

Beißkorb (als Selbstschutz, da verletzte Tiere beim Berühren der Wunde oft wild um sich beißen)

 

Weiters ist empfehlenswert

Augensalbe

Ohrentropfen

Schmerzmittel

Kohletabletten

Kreislauftropfen

Individuelles Medikamentensortiment, zusammengestellt durch den Haustierarzt

 

Verabreichung von Medikamenten

Mit dem Verabreichen von Medizin ist es so ein Kreuz. Auf mysteriöse Weise finden Katzen die Tabletten immer aus dem Futter heraus und lassen sie liegen. Geben Sie Ihrer Katze deswegen immer erst eine kleine Portion Futter und gucken Sie zu, ob sie das Futter samt Tablette frisst. Ebenso erhöht man die Chancen, dass die Katze die Tabletten nicht findet, wenn man Ihr etwas cremiges füttert, zum Beispiel Leberwurst oder Schmelzkäse. Bestreichen Sie die Tabletten jeweils von allen Seiten dick damit. Die Katze wird es dann (hoffentlich) direkt vom Finger lecken, ohne zu Kauen.

Pasten kann man Katzen oft dadurch verabreichen, dass man Ihr die Paste ums Mäulchen schmiert, sodass sie diese ablecken, wenn sie sich putzen. Außerdem sollten Sie den "das ist wichtige Medizin"-Eindruck vermeiden. Versuchen Sie, der Katze die Medizin als Belohnung unter viel Lob und Streicheln zu verkaufen, sodass sie nicht merkt, dass ihr das eigentlich nicht schmecken sollte.

Manchmal ist das Verabreichen wesentlich unangenehmer, zum Beispiel Augentropfen, welche der Katze mehr oder weniger mit Gewalt gegeben müssen. Als ich das das erste Mal gemacht habe, habe ich gedacht, die Katze spricht nie wieder ein Wort mit mir, so hat sie gefaucht und sich gewehrt. Aber alles in allem, hatte ich den Eindruck, dass die Tiere ausgesprochen gut unterscheiden können, wenn ihnen jemand weh tun will, oder wenn er helfen möchte -- auch wenn es unangenehm ist.

Zwar behaupten viele Mediziner, dass Katzen so etwas wie Dankbarkeit nicht kennen, das kann ich aber nicht bestätigen. Meine Katze hat zwar gefaucht wie der Teufel, aber nach einer Minute war alles vergessen, wahrscheinlich, weil sie selber gemerkt hat, dass es Ihr danach besser geht.

Wenn man einer Katze die Medizin gegen ihren ausdrücklichen Willen geben muss, sollte man unbedingt entschlossen zur Sache gehen, so blöd das klingt. Bringen Sie es hinter sich. Je schneller es geht, desto besser. Wer die Katze nur halbherzig packt, riskiert, dass er sie nach einer Flucht mit viel Getöse durch die ganze Wohnung jagen muss und das nimmt sie einem ganz sicher übel.

Generell sollten Sie so etwas zu zweit machen. Fangen Sie die Katze und setzen Sie sie auf einen Tisch. Am besten, einer hält die Katze fest und der andere verabreicht die Tropfen oder Salbe. Am besten geht das, wenn man das Tier in ein Handtuch gewickelt hat, damit es die Pfoten nicht benutzen kann. Der Tierarzt kann Ihnen sicher zeigen, wie man das am besten macht. Während der eine gut festhält, sollte der andere die Medizin zügig und entschlossen verabreichen, damit die Katze wieder frei kommt, so schnell es geht.

Ein guter Trick dabei ist, die Katze fest am Genickfell zu packen, da dies einen Stillhaltereflex auslöst, der einige Sekunden anhält. Das kann reichen.

Wenn alles vorbei ist, belohnen Sie die Katze (Mit einer Paste? :->) und reden Sie mit Ihr, ohne sie zu bedrängen.

Sollten Sie in der unglücklichen Lage sein, dass Ihre Katze wirklich Angst vor Ihnen hat, zum Beispiel, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht hat, und sie wirklich in Todesangst kämpft, dann seien Sie auf keinen Fall so naiv sich ihr ohne dicke Handschuhe und lange Ärmel zu nähern. Eine richtige Bisswunde kann verdammt tief sein, selbst wenn die Katze gerade mal eine handvoll groß ist.

Benutzen Sie ein Handtuch, um die Katze zu greifen, so reduzieren Sie Bewegungsfreiheit Ihrer Pfoten. Wenn Sie die Katze haben, packen Sie sie fest am Hals, dann wird sie erstarren, weil sie ihre Position als hoffnungslos erkennt.

 

Wie gebe ich eine Tablette?

Sie kennen das Problem? Zur Behandlung einer speziellen Krankheit oder auch nur zur routinemäßigen Entwurmung sollten Sie Ihrem Vierbeiner eine Tablette eingeben. Was bei den meisten Hunden noch so recht und schlecht mittels eines Leckerbissen zu bewerkstelligen ist, wird bei so mancher Katze zur schier unlösbaren Aufgabe.

 

Ein Tip

Geben Sie die Tablette in ein kleines Kügelchen aus Butter oder Leberpastete und dann verabreichen Sie das Ihrem Tier. Diese Umhüllung bewirkt, dass Geruch und Eigengeschmack des Medikamentes nicht zum Tragen kommen. Außerdem

 

Erste Hilfe beim Verschlucken von Spielzeug, Scherben etc.!

Besonders junge Hunde und Katzen sind sehr verspielt. Da kann es schon vorkommen, dass in der Hitze des Gefechtes irrtümlich das Spielzeug - oder das, was der Vierbeiner gerade dazu auserkoren hat - zerbissen und verschluckt wird. Handelt es sich dabei um spitze Gegenstände oder Bruchstücke, ist natürlich höchste Verletzungsgefahr für den Magen-Darmtrakt gegeben. Selbstverständlich sollte man sofort einen Tierarzt zu Rate ziehen, doch wenn dieser nicht verfügbar ist, empfiehlt sich, folgendes Hausmittel anzuwenden: Man nimmt Sauerkraut, wäscht es unter fließendem Wasser gut aus und vermengt es anschließend 50 : 50 mit dem gewohnten (Dosen)futter. Diese Mischung wird sowohl von der Katze, als auch dem Hund in der Regel problemlos aufgenommen. Wenn nicht, muss man ein wenig nachhelfen und "von Hand aus" füttern. Das Sauerkraut umhüllt die spitzen und scharfen Kanten des oder der "Fremdkörper" und kehrt den Darm wie ein Besen aus, sofern es nicht bewirkt, dass der Mageninhalt (erwünschterweise) erbrochen wird.

Quelle: Internet

 

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