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Quelle: www.tierarzt.at/tierklinik-aspern

Flöhe gehören nicht nur zu den Lästlingen einer Vielzahl von Tieren. Sie sind viel mehr.

Einerseits können sie die Ursache für schlimme Hautekzeme sein.

Floh-speichel ist eiweißhaltig ;verursacht Juckreiz; auf allergischer Basis. Durch das Kratzen oder Belecken entzündet sich die Haut; die durch die Mikroverletzungen eindringenden Keime machen eine Hauteiterung. Dies wiederum juckt und; das Tier kratzt sich dabei werden Hautzellen zerstört ; die Folge Juckreiz ... ein wahrer "Teufelskreislauf".

Flöhe sind aber auch Übertrager von Bandwürmern.

In jedem Falle muss der Teufelskreis gebrochen werden. Neue intelligente Produkte, welche für das Tier und Menschen ungiftig sind, aber den Flöhen verlässlich "den Gar ausmachen", stehen zur Verfügung und sind nur beim Tierarzt erhältlich und nicht im öffentlichen Handel. Dies hat einen wesentlichen Grund: Entflohung ist eine Therapie, welche gezielt und manchmal mit kriminalistischer Akribie durchgeführt werden soll. Denn Flöhe springen nur zur Blutmahlzeit auf das Tier. Die Brutstätten befinden sich woanders: In Ihrem Teppich, der Sitzgarnitur, am Schlafplatz des Tieres. Auch dafür gibt es den Erfordernissen des Haushalts und des Tieres angepasste Produkte.

Entflohen allein bringt dem Patienten aber meist noch die erwünschte Linderung. Die Haut als haupt betroffenes Organ muss noch von Juckreiz und Leiden befreit werden. Bei konsequenter Therapie ist das aber meist bald geschehen.

 

Der Floh

Quelle: http://www.annweiler.de/Tierarzt

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen die Flöhe in ihrer Jugendzeit, entweder als Ei, Puppe oder Larve.

Daher ist der größte Teil einer Floh-Population noch nicht erwachsen. Erst als Erwachsene suchen die Flöhe ihr Opfer (Katzen und Hunde) um dort ihr Blutmahl zu nehmen.

Am besten tötet man die Flöhe noch in ihrer Jugend. Die Flöhe sind nicht nur am Haustier sondern auch im Garten, Hof und in der Wohnung und müssen an allen Orten bekämpft werden. Flöhe verursachen nicht nur juckende Bisse sondern übertragen auch viele Krankheiten, z.B. Typhus oder andere Parasiten z.B. Bandwürmer.

Im 14. Jahrhundert starben 25% der Bevölkerung an durch Flöhe übertragenen Krankheiten, z.B. Pest. Der verbreitetste Floh ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) der auch andere Tiere wie Hunde befällt. Aus einem weiblichen Floh können bei guten Bedingen in einer Saison 30.000 Nachkommen entstehen.

Der größte Fehler ist es zu warten bis es "brennt" und eine Flohplage über einen kommt. Viele Millionen Jahre Überlebenskampf haben den Floh zu einem Überlebenskünstler gemacht, gegen den der Mensch nie gewinnt, sondern nur durch ständige Wachsamkeit die Zahl der Gegner niedrig halten kann.

Der Feind: Es gibt über 2.500 Floharten. Flöhe sind etwa 1-2 mm lang, flügellos, flach, rot-braun bis braun-schwarz und eine harte Schale. Die Schale ist so hart, dass ein Floh nicht wie andere Insekten totgeschlagen werden kann. Die Beine und der Körper ist mit rückwärts gerichteten Borsten besetzt. Flöhe haben Krallen an den Enden an jeder der 6 Beine. Mit diesen Krallen kann sich der Floh an Säugetieren festklammern. Da der Floh flach ist, kann er problemlos zwischen den Haaren seines Wirtes umherspazieren. Der Floh hat zwei einfache Augen und zwei kurze Fühler. Der Floh springt ohne Probleme 40 cm. Flöhe können 100 mal schneller beschleunigen als ein Rennwagen. Mit dem sägezahnartigen, nadelförmigen Kiefer schneiden sie sich einen Weg durch die Haut um das Blut der Säugetiere zu trinken. Flöhe trinken etwa das 15-fache ihres Körpergewichtes an Blut. Säugetiere locken die Flöhe durch Wärme, Bewegung und Kohlendioxid an.

 

Der Floh - Lebenszyklus

Der Lebenszyklus des Flohes besteht aus vier Zyklen: Ei, Larve Puppe und der Erwachsene Floh. Die weiblichen Flöhe legen Eier, aus den Eiern schlüpfen die Larven und die Larven spinnen einen Kokon, aus dieser Puppe schlüpft ein junger sehr hungriger Floh. Die Floh-Saison ist April bis September.

Der Erwachsene Floh braucht Blut um zu überleben, daher beißt er Säugetiere. Mit einer Mahlzeit ist er in der Lage bis zu 2 Monate ohne eine neue Mahlzeit zu überleben. Aber der Floh sucht sich am liebsten einen Wirt, bei dem er den Rest seines Lebens verbringen kann.

Ein weiblicher Floh legt zwischen 20 und 50 Eier am Tag und lebt etwa 4 Monate. Im Schnitt legt ein weiblicher Floh etwa 2.000 Eier. 2 von 3 Flöhen sind weiblich.

Wenn die Umwelt optimale Bedingungen bietet, schlüpfen aus den Eiern schon nach zwei Tagen die Larven, sind die Bedingungen schlecht kanns auch zwei Wochen dauern. Gute Bedingungen sind 19ş C bis 32ş C und eine Luftfeuchtigkeit von 75%-85%, über 35° C sterben die Eier ab unter 5° C schlüpfen diese nicht können aber über ein Jahr auf bessere Bedingungen warten. Die Floheier sind sehr klein und weiß und mit dem Auge kaum zu sehen. Die braunen "Eier" auf den Haustieren sind keine Floh-Eier sondern nur der Flohkot aus den Resten der Blutmahlzeit.

Das Stadium der Larve dauert zwischen einer und zwei Wochen. In dieser Zeit ernährt sich die Larve von dem organischen Material, das sich überall findet: z.B. Krümel und Hautschuppen. Zum Verpuppen ziehen sie sich die Larven in dunkle, ruhige und feuchte Stellen zurück, z.B. unter Möbel, zwischen Polsterkissen und Fußleisten.

Die Larve stirbt wie die Eier ab 35° C. Die verpuppte Larve hat nun eine harte Schale in der sie sich in den erwachsenen Floh verwandelt. Das Stadium der Puppe dauert etwa zwei Wochen bis zu 6 Monaten, je nach Bedingungen. In diesem Stadium ist der Floh am schwersten zu töten. Wenn der Floh in der Puppe erwachsen ist, wartet er auf Signale von draußen um zu schlüpfen. Ein Signal ist z.B. ein Luftzug in der Nähe der Puppe, innerhalb von Sekundenbruchteilen schlüpft der Floh.

Je nach Umweltbedingungen kann die Dauer vom Ei zum frisch geschlüpften Floh zwischen 3 Wochen und 6 Monaten liegen. Gute Bedingungen sind Haustiere, Teppich, Grass, Möbel, Wärme und Feuchtigkeit. Sollten über einen längeren Zeitraum die Bedingungen gut sein, so kann die Flohplage biblische Dimensionen annehmen.

 

Der Flohbiss

Nach einem Flohbiss fängt die Biss stelle an zu jucken und wird rot. Oft sind die Biss stellen in Gruppen zu 3-4 Bissen an Beinen, Armen, Schultern und am Bauch. Flöhe bevorzugen bestimmte Menschen und besonders Kinder. Kinder werden oft Opfer von Flöhen, da diese länger und öfter mit ihren Haustieren spielen und der Kontakt enger wird. Flohbisse sollte man mit Seife und Wasser abwaschen. Trotz Jucken sollte man sich nicht kratzen um Sekundär-Infektionen zu vermeiden.

Bei Verdacht auf eine solche Infektion muss man seinen Arzt aufsuchen.

Weiter kann der Flohbiss allergische Reaktionen auslösen.

 

Anzeichen für Flöhe:

* Das Haustier kratzt sich und fühlt sich unwohl.

* Dunkle kleine Stellen auf der Haut.

* Stellenweise Haarverlust.

* Salz und Pfeffer (Floh-Eier und Floh-Kot) auf der Schlafdecke

Floh-Mythen:

* Nur Zecken aber keine Flöhe ernähren sich von Blut

* Falsch: Auch Flöhe ernähren sich von Blut.

* Flöhe sind ungefährlich für Tiere:

* Falsch: Die Tiere können krank werden, sehr junge Tiere können innerhalb von Stunden sterben.

* Flöhe beißen nur Katzen und Hunde

* Falsch: Flöhe mögen auch das Blut von Menschen

* Flöhe sterben schnell ohne ihre Blutmahlzeit

* Falsch: Flöhe können viele Wochen ohne Nahrung überleben.

* Der häufigste Floh ist der Hundefloh

* Falsch: Der Katzenfloh ist der häufigste, er mag auch Hunde, Ratten und Menschen

 * Flöhe können nur im warmen Klima oder im Sommer überleben.

* Falsch: Flöhe fühlen sich in unseren Wohnungen das ganze Jahr über wohl.

 

Die Spitze des Floh-Eisberges

Wenn man einen Floh im Teppich sieht, so sieht man nur einen Bruchteil eines viel größeren Problems. Man sieht nur einige der Erwachsenen Flöhe, vielleicht max 1 % der gesamten Population. Einem Erwachsenem Floh steht die 20-fache Menge an Eiern, Larven und Puppen gegenüber.

Die Population unterteilt sich etwa in 50 % Eier, 35 % Larven, 10 % Puppen und 5 Prozent Flöhe. Früher oder später folgen dem entdeckten Floh 20 junge, hungrige und blutsaugende Flöhe.

Die verschieden Stadien des Floh finden sich im Umfeld des Haustieres. Wenn ein Floh Eier legt, so bleiben diese nur einige Minute in den Haaren des Haustieren und fallen dann zu Boden. Am Schlafplatz des Haustieres finden sich daher die meisten Floh-Eier.

Weitere Eier finden sich entlang des Weges, den das Haustier am liebsten nimmt. Daher muß man zur Bekämpfung der Flöhe all die Plätze kennen, an denen sich das Haustier am längsten aushält.

* Das Haustier sollte sich bester Gesundheit erfreuen und gute Nahrung bekommen, kranke oder schlecht ernährte Haustiere riechen für Flöhe besonders attraktiv.

* Der Kampf gegen die Flöhe muss an allen Fronten stattfinden: Am Haustier, im Haus, Hof und Garten

* Da sich die Flohpopulation in allen vier Stadien befindet, müssen alle Stadien bekämpft werden.

* Das Haustier hat nur die Erwachsenen Flöhe, daher muss sich dort der Kampf auch gegen diese richten, Mittel gegen Eier, Larven oder Puppen helfen dort nicht weiter.

* Im Haus verstecken sich die Larven in Ritzen von Möbeln, Fußböden, Fußleisten und zwischen Polstern. Im Freien verstecken sich die Flöhe gerne unter Büschen, Sträuchern und im Gras.

* Da ein Luftzug die Erwachsenen Flöhe aus ihrem Kokon schlüpfen lässt, ist Staubsaugen ein gutes Mittel um die Flöhe schlüpfen zu lassen und direkt einzusaugen. Dadurch wird die Zahl der schlupf fähigen Flöhe erheblich reduziert. Die Eier, Larven, Puppen und Flöhe befinden sich jetzt im Staubsaugerbeutel, der jetzt schnellstens entsorgt gehört.

 

Wie bekommt man die Floh-Plage unter Kontrolle

Jeder Hunde- und Katzenbesitzer braucht früher oder später einen gut Rat wie er die Flöhe an seinen Haustieren und seinem Haus wieder los wird. Zum Glück braucht man nicht unbedingt die giftigen Chemikalien, sondern es reichen einige einfache Maßnahmen.

Das Haustier wird gekämmt und gebadet, der Schlafplatz und Decken werden mit dem Staubsauger gründlich gereinigt

Die kleine Flohplage

Die Haustiere sollten ständig kontrolliert werden, damit man einen ständigen Überblick über die Floh-Population hat. Dazu eignet sich ein Floh-Kamm. Nimmt die Flohzahl zu, sollte man häufiger Staubsaugen, mindestens einmal die Woche. Der Staubsauger sollte noch über eine gute Saugkraft verfügen, d.h. entweder einen neuen Staubbeutel oder einen der neuen Modernen Beutellosen Staubsauger (z.B. auf Wasserbasis) benutzen.

Das Haustier sollte öfter gebadet werden, dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Haut der Tiere nicht austrocknet, da Flöhe trockene Haut lieben. Wenn die Haut trockener wird, sollte die Badhäufigkeit herab gesetzt werden oder die Haut befeuchtet werden.

Vitamin B1, das sich z.B. in Bierhefe befindet, sollte der Nahrung in kleinen Mengen beigesetzt werden, da Flöhe B1 nicht mögen. Dies sollte aber vorher mit dem Tierarzt abgesprochen werden, da einige Tiere Verdauungsprobleme bekommen können.

Die große Flohplage

Wenn das Haustier sich oft im Freien aufhält, sollte der Garten oder Hof mit Wasser aus dem Schlauch gereinigt werden. Dies reduziert die Menge der Flöhe, die das Haustier mit in Haus bringt.

Die Möbel, Teppich und der Schlafplatz sollten mit Dampf gereinigt werden, der Dampf tötet die erwachsenen Flöhe, Larven und vernichtet einen Teil der Nahrungsgrundlage der Larven. Dabei sollte flohsichere Kleidung getragen werden.

Da aber die Feuchtigkeit und die Rest wärme aber auch eine gute Umwelt für die Floheier sind, so dass nach etwa zwei Tagen die Larven schlüpfen. Daher sollte die Dampfreinigung mehrmals im Abstand von zwei Tagen wiederholt werden. Neben der Dampfreinigung sollte täglich gesaugt werden.

Das tägliche Saugen ist eine der wichtigsten Tätigkeiten für mindestens eine Woche. So werden gerade die neugeschlüpften Larven und die Überlebenden Flöhe erwischt.

Sollte eine Klimaanlage vorhanden sein, sollte der Raum so kalt wie möglich gehalten werden, denn die Flöhe verlassen die kalten Ritzen in den Möbeln und ziehen sich in die Decken und Teppiche zurück. Dort lassen sich die Quälgeister leichter aufsaugen. Trotzdem sollten alle Ecken und Nischen ordentlich gesaugt werden, da die Flöhe an diesen Stellen gerne ihre Eier ablegen.

Die Staubsaugerbeutel sollten nach dem Saugen nicht im Staubsauger bleiben; entweder wird dieser durch einen neuen ersetzt oder der alte wird in einen Plastikbeutel gesteckt und in der Gefriertruhe gefroren um die eingesaugten Flöhe zu töten.

Die Decken auf denen die Haustiere schlafen sollten oft gewaschen werden. Nach dem Reinigen sollten die Haustiere mit Seife und Wasser gebadet werden. Mit dem Flohkamm verschafft man sich einen Überblick über die Flohpopulation. Bei besonders starken Flohbefall empfiehlt sich der Einsatz von Flohpulver. Die Decke und Teppiche können auch mit speziellen Infrarot-Hitzequellen behandelt werden.

Insektentötende Seifen können zum Reinigen von Decken, Teppichen und Schlafplätzen an besonders stark befallenen Stellen benutzt werden, dies gilt auch für die Stellen im Freien.

Wenn sich einige Stellen als besonders hartnäckig erweisen, wie z.B. Keller oder Dachböden, sollten die Haustiere von diesen Orten ferngehalten werden. Tips zum Kämmen:

Damit das Kämmen seine gewünschte Wirkung zeigt, sollte man einen guten Flohkamm benutzen. Der Flohkamm ist ein feinzahniger Kamm und ist in Haustiergeschäften erhältlich.

Weiter braucht man eine Schale mit Seifenwasser und ein Handtuch. Die mit dem Kamm gefangenen Flöhe werden in dem Seifenwasser getötet. Die gefangen Flöhe sollten auf keinen Fall mit den Fingern zerquetscht werden, da die Flöhe selbst Parasiten und Krankheitserreger beherbergen.

Die Haut des Haustieres sollte dabei trocken bleiben, daher sollte der Kamm und die Hände mit dem Handtuch trocken gehalten werden.

Tiere mit langen Haaren lassen sich, bis auf die Bauchregion, fast gar nicht kämmen, u.U. kann vorhergehendes Bürsten das Kämmen erleichtern.

Wenn das Tier das Kämmen nicht mag, sollte man eine zweite Person zum Festhalten und Beruhigen zu Hilfe holen.

 

Chemische Flohmittel

Pyrethroide

Basis sind die Pyrethroide aus des Chrysanthemen, sie werden so oder ähnlich auch synthetisch hergestellt.

Diese Gifte sind Kontaktgifte und wirken auf das Nervensystem. In dem Nervensystem wird die Funktion von Acetylcholinesterase (AchE) gehemmt. AchE zersetzt Acetylcholin (Ach). Ach wird für die Erregung in den Synapsen gebraucht.
 

Durch die Verhinderung des Abbaues von Ach bleibt die Nervenzelle in Dauererregung und führt zum Tod des Flohs.

Für Menschen sind diese bei weitem nicht so giftig wie für die erwachsenen Flöhe. Die Pyrethroide wirken nicht bei Floh-Eiern, Larven und Puppen.

Carbamate

Dieses Gift wirkt wie die Pyrethroide, ist aber wirkungsvoller und trotzdem noch relativ ungefährlich für Säugetiere.

Organophosphate

Diese sehr wirksamen AchE-Blocker wirken nicht nur bei Insekten sondern sind auch für Säugetiere sehr gefährlich, daher sollten sie nicht mehr eingesetzt werden.

 

Insektenwachstumsregulatoren (IGR's-Insect growth regulators)

Ein IGR (Luferon) wird in Form von Tabletten oder flüssig Katzen und Hunden oral verabreicht. Einmal im Monat verabreicht sterilisiert es die weiblichen Flöhe auf dem Haustier.

Dieses Mittel ist sinnvoll bei Haustieren, die sich ihre Flöhe beim Auslauf im Freien holen .

Flohpulver:

Einige Flohpulver sind Silikatpulver, die mit chemischen Zusätzen versetzt sind. Diese trocken die Flöhe innerhalb einiger Tage aus. Nach einigen Tagen werden die gepulverten Stellen mit dem Staubsauger gereinigt.

Das Flohpulver braucht i.R. nur einmal im Jahr benutzt werden, vorzugsweise im Frühling. Beim Einsatz dieser Pulver ist eine Staubmaske zu tragen; Kinder und die Haustiere müssen ferngehalten werden. Bevor der Raum betreten werden kann muss sich das Pulver abgesetzt haben.

 

Gesundheitliche Schäden durch Flohmittel

Die meisten Flohmittel beinhalten nervenschädigende Gifte, ähnlich denen in chemischen Kampfstoffen. Die akuten Symptome sind: Nervosität, Sehstörungen, Zuckungen und Übelkeit.

Die Langzeitfolgen sind bleibende neurologische Schädigungen.

Kinder sind besonders gefährdet, da sie länger und öfter mit den Haustieren spielen und sich das Gehirn noch entwickelt.

 

Der Feind - Floh

Quelle: http://www.bolfo.de

Sie sind unscheinbar wie ein Stecknadelkopf, aber vital, bissig und gefährlich - für Hunde, Katzen und Menschen. Flöhe und Zecken sind Blutsauger. Während sie sich in der Haut festbeißen, fließt ihr Mundsekret in die Wunde und kann Krankheitserreger und beim Zerbeißen sogar Bandwürmer übertragen.

Wenn sich die Zecke vollgesaugt hat, verlässt sie ihren Wirt. Ein Floh dagegen bleibt ein hartnäckiger Gast in Fell und Haus. Und er bleibt selten allein: Ein Flohweibchen kann bis zu 50 Eier am Tag legen, die in beheizten Wohnungen und auf Teppichböden eine ideale Brutstätte finden.

Wer da nichts unternimmt, steht unversehens vor einer Flohinvasion. Denn es dauert im allgemeinen drei Wochen, bis sich die Eier zu Larven und die Larven zu ausgewachsenen, saugaktiven Flöhen entwickeln.

amit winzige Quälgeister wie Flöhe, Zecken, Läuse oder Haarlinge nicht zur großen Plage werden, hat Bayer das umfassende Flohschutz-System von Bolfo® entwickelt. Ob zum vorbeugenden Schutz oder zur direkten Bekämpfung, ob am Tier oder in der Umgebung - Bolfo® bietet für jede Maßnahme das geeignete Produkt.

 

Das Wundermittel

Program

In allen Foren tauchen regelmäßig Fragen zum Thema Flöhe auf. Und immer wieder wird nach dem Wundermittel "Program" gefragt.

In gewisser Weise ist es tatsächlich ein kleines Wundermittel, denn es verhindert hundertprozentig die Vermehrung der Flöhe, die unser Hund oder unsere Katze mit nach Hause gebracht haben - als wären diese Plagegeister kastriert.

Allerdings verhindert Program nicht, daß ein Floh sich auf dem Tier niederläßt und dort als einzelner Quälgeist sein Unwesen treibt. Hiergegen muß man anders vorgehen. Vielleicht versuchen da mal das selbstgemachte Anti-Floh-Bad auf diesen Seiten.

Genausowenig verschwinden übrigens die Flöhe in den Lagerplätzen der Tiere.

Program ist also eher vorbeugend und damit zu empfehlen, vor allem da es keine Nebenwirkungen hat.

Aus diesem Grund hier die Beschreibung des Mittels aus dem schweizerischen Arzneimittel-Kompendium.

Eigenschaften / Wirkungen

Program enthält Lufenuron, ein Benzoyl-Harnstoff-Derivat. Lufenuron ist ein

Insekten-Entwicklungshemmer, der die Chitinsynthese hemmt. Der Wirkstoff wird von den Flöhen mit dem Blut aufgenommen und gelangt in die Floheier. Die für Insekten charakteristische Bildung larvaler Chitinstrukturen wird blockiert und die Entwicklung der zahlreichen Nachkommen dadurch verhindert. Damit unterbleibt der oft schubweise Neubefall des Hundes durch Flöhe. Flöhe, die den Hund ausserhalb des Hauses befallen, können keine Neuinfestation im Hause verursachen.

Setzt die Behandlung erst nach erfolgtem Flohbefall ein, werden schon 24 Stunden nach der ersten Dosierung keine entwicklungsfähigen Floheier mehr abgesetzt. Die Reduktion des Flohbefalls auf dem Tier wird, je nach Infestation der Umgebung mit Eiern, Larven und Puppen und den klimatischen Bedingungen (Luftfeuchtigkeit und Temperatur), im Verlauf der folgenden Behandlungen eintreten. Bei starkem Flohbefall kann zusätzlich eine Behandlung des Hundes gegen adulte Flöhe (z.B. mit Nuvan TopR) angezeigt sein.

Program ist wirksam gegen die dominierenden Floharten Ctenocephalides felis und C. canis. Program reduziert bestehende durch Flohbefall ausgelöste Hautallergien.

Nach oraler Verabreichung von Program werden bis zu 2/3 des Wirkstoffes rasch resorbiert und gelangen innerhalb von 48 bis 72 Stunden nach Verabreichung in das Fettgewebe. Von dort wird Lufenuron kontinuierlich in kleiner, wirksamer Dosis ans Blut abgegeben. Durch dieses Gleichgewicht Blut/Fettgewebe wird die minimale effektive Konzentration während mindestens 30 Tagen aufrechterhalten. Eine genügend hohe Resorptionsrate wird nur bei Dosierung auf vollen Magen erreicht. Das heisst, dass die Tabletten mit oder unmittelbar nach einer vollen Mahlzeit (in einem Leckerbissen versteckt) oder durch direkte Eingabe verabreicht werden sollen. Der nicht resorbierte Anteil an Wirkstoff wird in unveränderter Form mit dem Kot ausgeschieden. Mehr als 95% des Wirkstoffes im Blut ist an Plasmaproteine gebunden. Das nicht gebundene Lufenuron wird mehrheitlich über die Leber in unveränderter Form mit dem Kot ausgeschieden.

 

Indikationen

Flohbekämpfung bei Hunden

Dosierung / Anwendung

Die minimal empfohlene Dosierung von Program bei Hunden beträgt 10 mg Lufenuron pro kg Körpergewicht pro Monat.

Program kann vorbeugend vor Beginn der Flohsaison (beginnend je nach Klima etwa März bis Mai) oder nach erfolgter Diagnose eines Flohbefalls eingesetzt werden. Program soll während mindestens sechs Monaten verabreicht werden.

Program Tabletten sollen mit oder unmittelbar nach einer vollen Mahlzeit (in einem Leckerbissen versteckt) oder durch direkte Eingabe verabreicht werden. Es ist wichtig, dass alle Hunde und Katzen, die in einem Haushalt zusammenleben, mit Program behandelt werden. Für Katzen ist die Program Suspension zu verwenden.

Anwendungseinschränkungen

Kontraindikationen: keine bekannt.

Vorsichtsmassnahmen: keine. Program kann auch an trächtige Hündinnen und entwöhnte Welpen verabreicht werden.

Unerwünschte Wirkungen: Keine bekannt.

Wechselwirkungen : Keine bekannt.

Program kann mit allen handelsüblichen Produkten zur Flohbekämpfung verwendet werden.

Sonstige Hinweise

Program Tabletten sind für Kinder unerreichbar und vor Wärme geschützt aufzubewahren. Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.

Packungen : Schachteln mit 6 Tabletten.

Hersteller: Novartis AG, 4002 Basel

Quelle: Tierarzneimittel-Kompendium der Schweiz

 

Neue Strategien der Flohbekämpfung

Die gebräuchlichen und bislang angebotenen Insektizide zur Flohbekämpfung bei Hund und Katze sind Mittel, die in den Stoffwechsel der Erwachsenen Flöhe eingreifen und neuronale Mechanismen hemmen. Sie wirken ausschließlich auf dem Tier und nur gegen den voll entwickelten Floh. Hierzu zählen die Organophosphate, Pyrethroide und Carbamate. Diese Mittel sind die Wirksubstanz von Flohhalsbändern, Pudern, Sprays und herkömmlichen Auftropfpräparaten.

 

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